Programm


8:30 Uhr
Anmeldung

Universität Leipzig, Seminargebäude, Raum 420


9:00 Uhr
Begrüßung

Dr. Kefa Hamidi
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Universität Leipzig

Rudaba Badakhshi
Vorstand Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur

Eröffnungsrede
Medien und Migration

Petra Köpping
Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

9:30 Uhr
Vortrag & Diskussion
Partizipative Gesellschaft und fragmentierte Öffentlichkeiten

Prof. Dr. Patrick Donges
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Universität Leipzig

10:15 Uhr
Vortrag & Diskussion
Migr@com: Eine kleine Mediengeschichte der Migration

Welche Bedeutung haben Telefone, Briefe, das Internet oder Handy für Familien, deren Mitglieder in verschiedenen Ländern verstreut leben? Wie haben Menschen in prädigitalen Migrationsgenerationen ihre Nahbeziehungen in geografischer Distanz aufrechterhalten, wie tun sie es heute? Zudem wird das Projekt „migr@com – Grenzen überwinden – Nähe erzeugen“ vorgestellt. Migr@com ist eine Online-Plattform, in deren Zentrum eine digitale Ausstellung von Medienobjekten und Erfahrungsgeschichten von Menschen in Migrationssituationen verschiedener Mediengenerationen steht.

Prof. Dr. Heike Greschke
Professur für Soziologischen Kulturenvergleich und Qualitative Sozialforschung
Institut für Soziologie Technische Universität Dresden


11:30 – 13:00 Uhr Mittagspause

13:00 Uhr
Impulsvortrag + Panel 1
Partizipation

Da sie in etablierten Medien unterrepräsentiert sind, setzen sich Migrantinnen selbst für ihre Rechte, für Gehör und Toleranz ein – gegen Rassismus und Hass. Im Panel erzählen und diskutieren sie über Selbstrepräsentation und eigene Medienproduktion zur authentischen Darstellung von Migrantinnen.

Moderation: Alexis Cabezas

Mit:

Das Panel beginnt mit dem Impulsvortrag:

Medienpartizipation von Migrant*innen. Befunde – Forschungsdefizite – Trends
Das geplante Impulsreferat stellt die Medienbeteiligung von MigrantInnen in das Zentrum des Interesses. Zunächst wird eine theoretische Unterscheidung zwischen Repräsentation und Partizipation vorgenommen, die auch in der bisherigen Forschung zumeist nicht trennscharf angewendet wird. Auch die Bezeichnung „Migrant, Migrantin“ wird näher spezifiziert. Im Anschluss werden entsprechend differenzierte Befunde der inter/transkulturellen Kommunikationswissenschaft zur Medienbeteiligung vorgestellt und nach den Partizipationspotenzialen klassischer Medien wie z. B. dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie dem Web 2.0 für ausgewählte MigrantInnengruppen gefragt. Dabei wird zum einen die politische Großwetterlage mitberücksichtigt, die dazu beiträgt, dass eigenständige Medienproduktionen von MigrantInnen nicht als Teil der deutschen Kulturproduktion betrachtet werden. Zum anderen werden strukturelle und systemische Rahmenbedingungen des Journalismus einbezogen, die letztlich für eine selektive Berichterstattung über Migration verantwortlich gemacht werden. Zwar sind seit einigen Jahren mehr JournalistInnen mit Migrationshintergrund sichtbar, es liegen jedoch keine Forschungsergebnisse darüber vor, ob mit der Diversifizierung auch ein institutioneller Wandel der Medien und eine Pluralisierung der Öffentlichkeit einhergeht. Die Zielgruppenangebote für und mit Geflüchteten oder auch neue eigenständige Formate im Netz, die Themen wie Alltagsrassismus in den öffentlichen Diskurs speisen, eröffnen schließlich ein weiteres Forschungsfeld für die inter/transkulturelle Kommunikationswissenschaft, das hier ausblickend dargestellt wird.

Dr. Christine Horz
Institut für Medienwissenschaft Ruhr-Universität Bochum


30 min Pause

15:00 Uhr
Impulsvortrag + Panel 2
Repräsentation

Es stellen sich Organisationen und Projekte aus unterschiedlichen Bereichen vor, die sich entweder für Repräsentation oder Partizipation von Minderheiten einsetzen. Wie kommunizieren sie mit der Öffentlichkeit? Was sind ihre Themen und Strategien?

Moderation: Rudaba Badakhshi

Mit:

Das Panel beginnt mit dem Impulsvortrag:

Wer spricht für wen? Mediale Repräsentationsfiguren der Migration
Wer wird stellvertretend für Migrantinnen in Talkshows eingeladen, um über Migration zu sprechen? Oder wer wird in der aktuellen Debatte als Repräsentantin interviewt und welche Bedeutungen und Vorstellungen werden mit einer solchen medialen Repräsentation produziert?

Dr. Simon Goebel
Europäische Ethnologie/Volkskunde KU Eichstätt-Ingolstadt

16:45 Uhr
Kurzpräsentation
Wie können wir gemeinsam die gesellschaftliche Repräsentation und Partizipation von Migrantinnen in Sachsen erhöhen?

Die Initiative zielt auf eine Vernetzung und Zusammenarbeit von Akteuren in Sachsen, um die Kommunikation von Organisationen, die sich für eine partizipative Gesellschaft einsetzen, zu professionalisieren und zu bündeln. Dabei wird es zunächst insbesondere darum gehen, eine Strategie im Hinblick auf die Wahlen in Sachsen 2019 zu entwickeln und umzusetzen.

Initiative „Kompetenzzentrum: Vielfalt weiterdenken“


17:00 Uhr Konferenzende

 

Auf dieser Seite gelten grammatisch feminine Personenbezeichnungen gleichermaßen für Personen männlichen und weiblichen Geschlechts. Männer können die Amts- und Funktionsbezeichnungen in grammatisch maskuliner Form führen.

 

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